Auf dem Hof werden Kartoffeln auf Marschboden angebaut (dem sogenannten "Kleiboden"). Kleiboden ist ein junger, steinarmer und äußerst fruchtbarer Boden, der vor 250 Jahren durch Eindeichung entstanden ist. Solche von Menschen gewonnenen Gebiete heißen in Ostfriesland "Polder" (gleichbedeutend mit "Koog"). Der Boden ist besonders schwer und nährstoffreich. Der hohe Kalkgehalt rührt von seinem Ursprung her (Meeresboden), so dass kaum zusätzliche Düngung notwendig ist.
Die Bearbeitung des fruchtbaren Bodens erfordert viel Handarbeit (alle Kartoffeln sind "handverlesen"). Der Einsatz von Spezialmaschinen ist notwendig, weil die Erde nicht siebfähig ist. Die Erträge sind deutlich geringer als z.B. vom Sandboden - die Qualität der geernteten Ware, der Geschmack und der Gehalt an Nährstoffen, Vitaminen und lebenswichtigen Spurenelementen ist jedoch unübertroffen.
Die Kartoffeln haben eine feste Konsistenz, sind weder wässrig noch blaufleckig. Wir produzieren keine "Massenware", sondern Kartoffeln, die sich durch einen besonderen Geschmack auszeichnen.
(für weitere Erklärungen klicken Sie die jeweilige Sorte an)
Cilena:
fest kochend, eignet sich hervorragend als Salzkartoffel sowie als Salatkartoffel, Brat- und Pellkartoffel. Sie behält auch nach dem Kochen ihre schöne gelbe Farbe und hat eine feste, sämige Konsistenz.
Linda:
fest kochend - ideal als Salat- und Bratkartoffel. Linda ist bekannt für ihren feinen, aromatischen Geschmack. Die längliche Knolle hat tiefgelbes Fruchtfleisch und erfreut sich großer Beliebtheit.
Belana:
fest kochend - eine ovale Kartoffel mit sehr flachen Augen. Ihre Schale und auch das Fruchtfleisch sind tiefgelb, so dass sie optisch jeden Salat bereichert.
Sieglinde:
fest kochend, hochwertige Premium-Qualität
NEU - Quarta:
Eine alte Sorte mit roten, tiefen Augen. Vorwiegend festkochend - mit einem ursprünglichen, kräftigen Geschmack. Eine Kartoffel für Liebhaber alter Sorten - nur in unseren Hofläden erhältlich.
Annabelle:
vorwiegend fest kochend - eine relativ neue Sorte. Annabelle wird früh geerntet, hat eine längliche Form und ein tiefgelbes Fruchtfleisch. Bei dieser Sorte handelt es sich um eine absolute Premium-Kartoffel, die sich hervorragend als Salatkartoffel eignet.
Laura:
vorwiegend fest kochend - rotschalig und gelbfleischig - besonder delikat! Eine ovale Kartoffel mit flachen Augen. Die auffallend rote Schale und ein tiefgelbes Fruchtfleisch sowie der hervorragende Geschmack machen diese Kartoffel zu einer Besonderheit. Die Sorte Laura eignet sich übrigens sehr gut zur Herstellung von Pommes Frites.
Afra:
mehlig kochend - für Klöße und Kartoffelbrei. Die Kartoffel hat eine gelbe Schale, ihr Fruchtfleisch ist nach dem Kochen tiefgelb.
Ebenfalls lieferbar: "Drillinge":
(das sind ausgesucht kleine Kartoffeln - ideal als Pell- und Salatkartoffel sowie zu Grünkohl) und "Back- und Grillkartoffeln" (Übergrößen).
Wir verwenden ausschliesslich gesundes, getestetes Pflanzgut. Zulieferer ist die Firma Europlant aus Lüneburg.
Das gesunde Meeresklima bedingt die geringe Krankheitsanfälligkeit. Der permanente Wind, der vom 3 km entfernten Dollart über die Felder weht, verhindert weitestgehend den Befall durch Schimmel oder Schädlinge (z.B. virusübertragende Läuse).
Der Hof verfügt über ein eigenes Kartoffellager - dadurch ist die Ware ganzjährig verfügbar. Die Kartoffeln lagern bei einer Idealtemperatur zwischen 6 und 8 Grad C sowie einer Luftfeuchtigkeit von konstant 95 %. Diese idealen Lagerbedingungen werden durch ein modernes, computergesteuertes Klimasystem erreicht. Die Aufbereitung und Verpackung erfolgt in betriebseigener Regie unter ständiger Aufsicht (keine Vollautomation). Die tägliche Aufbereitung sichert eine gleichbleibende Qualität der Ware. Die Produktionsprozesse werden regelmässig durch unabhängige Instanzen kontrolliert (Landwirtschaftskammer, Landesamt für Verbraucherschutz).
Der Hof bietet eine vielfältige Auswahl an heimischen Gemüsesorten. Auf dem schweren Marschboden gedeiht Kohlgemüse besonders gut. Die Beschaffenheit des Bodens und das Meeresklima machen die Pflanzen wenig anfällig für Krankheiten. Unkraut auf dem Feld wird auf unserem Hof überwiegend mechanisch (teilweise von Hand) entfernt. Wir verzichten soweit möglich auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und zusätzliche Dündung. Wir beliefern sowohl die regionale Gatronomie als auch Einzelhändler in der Region. Alle nachfolgend beschriebenen Gemüsesorten sind bei uns (nach Saison) erhältlich.
Weißkohl:
Ein Weißkohlkopf wiegt ca. 1 bis 2 kg. Auf Anfrage liefern wir auch Übergrößen, z.B. für Kohlrouladen. Weißkohl läßt sich kochen und dünsten, zu Sauerkraut verarbeiten und ist lecker als Rohkost. Die Verarbeitung zu Sauerkraut ist eine uralte Art der Konservierung, bei der durch die Verbindung von Kochsalz und Kohlsäften konservierende Milchsäure entsteht. Rohes Sauerkraut ist besonders gesund (siehe Erläuterungen unten) meistens jedoch wird es warm zubereitet. (Sauerkraut schmeckt übrigens um so besser, je öfter es aufgewärmt wird.)
Rotkohl:
Die festen Köpfe sind meistens etwas kleiner als beim Weißkohl. Die dunkelvioletten Blätter enthalten den Wirkstoff Anthocyan. Dieser sekundäre Pflanzenstoff stärkt das Immunsystem und wirkt entzündungshemmend. Zusammen mit Obst (z.B. Äpfeln und Orangen) lässt sich Rotkohl zu gesunden Rohkostsalaten verarbeiten. Meistens jedoch wird Rotkohl als warmes Gemüse serviert, wobei die Kombination mit Gans, Ente und Wild schon klassisch ist. Unser Tipp : Wenn Sie beim Kochen einen Schuß Essig oder Zitrone in das Kochwasser geben, wird der Kohl kräftig rot. Eine Prise Natron im Kochwasser färbt ihn beim Kochen violettblau.
Spitzkohl:
Er ist ein naher Verwandter des Weißkohl, wächst aber kegelförmig. Seine zarten Blätter liegen locker übereinander, sein Aroma ist etwas dezenter als das seines rustikalen "Bruders". Spitzkohl bieten wir Ihnen aus eigener Produktion von Ende Mai bis August an. Unser Tipp: Die zarten Blätter des Spitzkohl vertragen kein langes Schmoren oder Kochen. Die Blätter nur kurz dünsten - dann behalten sie ihren "Biss".
Wirsing:
Stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Der lockere Kopf wird aus krausen, gewellten Blättern gebildet, die - je nach Sorte - eine gelbe bis dunkelgrüne Farbe haben. Wirsing schmeckt aromatisch und kräftig - besonders begehrt ist der Frühwirsing, aus dem man besonders gut Salate zubereiten kann. Überwiegend jedoch wird Wirsing für die Zubereitung von Gemüse verwendet. Die großen Blättern eignen sich ebenfalls gut für die Zubereitung von Kohlrouladen.
Blumenkohl:
Dies ist wohl die beliebteste Kohlart. Die günen "Hüllblätter" schützen den weißen, fleischig verdickten Blütenstand des Blumenkohls. Diese werden bei der Ernte gekürzt, so dass die eigentliche "Blume" zu sehen ist. Frische Ware erkennt man an der fest geschlossenen Blume und der gleichmässigen Wölbung. Die verbliebenen, umgebenden Blätter dürfen keinesfalls welk sein. Blumenkohl hat einen feinen Geschmack und ist äußerst bekömmlich. Er eignet sich daher sogar als Schonkost. Er schmeckt als Rohkost, gekocht mit Butter oder Sauce Hollandaise, als Suppe, überbacken, gefüllt oder als Auflauf.
Kohlrabi:
Der oberhalb des Bodens wachsende Teil der Wurzel bildet eine Knolle, auf der spiralig wachsende Blätter nach dem Entfernen breite "Narben" hinterlassen. Kohlrabi ist zart und mild, darf aber nicht lange gelagert werden. Selbst große Knollen des weißen Kohlrabi sind nicht holzig. Das zarte Blattgrün aus der Mitte der Knolle kann kleingeschnitten für Suppen und Salate verwendet werden - es enthält viele Nährstoffe.
Chinakohl:
Diese Kohlsorte hat ihren Ursprung in der Nordchinesischen Provinz Kanton und wird bereits seit mehr als 1500 Jahren in Asien angebaut. In Deutschland ist der Kohl erst seit dem 20. Jahrhundert bekannt. Die ovalen Köpfe wiegen zwischen 600 und 1500 g. Die zarten Blätter sind gelb bis hellgrün und haben breite Rippen und gekrauste Ränder. Verarbeitet wird Chinakohl roh als Salat oder schonend gedünstet. Er ist leicht verdaulich, bläht nicht, eignet sich als Schonkost und ist frisch geerntet im Kühlschrank ca. 10 Tage haltbar.
Rosenkohl:
Wächst als Blattknospe an ca 120 cm hohen Stengeln. Jedes einzelne Röschen sieht aus wie ein "Miniaturkohl". Rosenkohl muß gegart werden und schmeckt intensiv nach Kohl. Zubereitet wird er traditionell mit zerlassener Butter und frisch geriebener Muskatnuß. Wenn er blanchiert wird, lässt sich Rosenkohl gut einfrieren. Beim Putzen entsteht viel Abfall - rechnen Sie für 4 Personen mindestens mit 1300 g Rohware.
Tipp : Kohl wird leichter verdaulich, wenn Sie dem Kochwasser etwas Kümmel zufügen. Der Kohlgeruch beim Kochen lässt sich vermeiden, wenn man dem Kochwasser eine große Brotkuste zugibt.
Gesundheit pur! Kohl gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und kommt in vielen Formen vor. Er ist wohl das gesündeste Gemüse aus heimischem Anbau. Er liefert neben Provitamin A alle B-Vitamine sowie Vitamin E. Sein Gehalt an Vitamin C ist jedoch unschlagbar - eine Portion Kohl (ca. 200g) deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C selbst im kalten Winter. Auch das Kochen ändert nichts an dem hohen Vitamingehalt, die Zusammensetzung der speziellen Co-Enzyme verhindert über eine biochemische Verbindung, dass das Vitamin C beim Erhitzen zerstört wird. Weiterhin enthält Kohl hohe Mengen an Calzium, Magnesium, Eisen, Chrom und Mangan. Kohl fördert die Verdauung, entgiftet und entschlackt den Körper, kann einen zu hohen Cholesterinspiegel im Blut senken und schützt Magen und Darm vor Geschwüren. Kohlgemüse eignet sich hervorragend zur Unterstützung bei Diäten und Entschlackungskuren.
Zwiebeln:
Wir bauen sowohl Haushaltszwiebeln als auch Gemüsezwiebeln an. Haushaltszwiebel gibt es in verschiedenen Größen, die handelsübliche Sortierung liegt bei 40 - 60mm. Dabei gilt der alte Grundsatz: "Je kleiner die Zwiebel, desto schärfer ist sie". Gemüsezwiebeln sind groß und schmecken mild. Unter der hellbraunen Schale haben sie zartes, saftiges Fleisch. Diese Zwiebeln lassen sich gut aushölen und z.B. mit Gehacktem füllen. Auch gegrillt oder gedünstet sind sie sehr schmackhaft.
Steckrüben:
Sie sind ca. 1 - 2 kg schwer und haben eine runde Form. Sie besitzen eine rote bis violett-bläuliche Kappe, weshalb sie auch "Ostfriesische Blaukappen" genannt werden. Das gelbe Fleisch schmeckt angenehm würzig und leicht süß. Von allen Wurzelgemüsen haben Steckrüben die wenigsten Kalorien. Man verwendet sie als Gemüse oder für die Zubereitung von Eintöpfen. Die Anbauflächen für Steckrüben in Deutschland sind begrenzt, daher wird in in den Supermärkten häufig Ware aus Schottland oder England angeboten. (Was der Frische allerdings nicht eben zuträglich ist ...) Unser Tipp : Achten Sie beim Kauf immer darauf, dass die Schnittflächen nicht zu groß sind (hier wurde sonst eine übermäßige Wurzelbildung abgeschnitten), die Rübe eine runde Form hat und die Schnittflächen nicht verfärbt oder verschimmelt sind (was leider häufig zu beobachten ist...)


